Warum ist meine Website so langsam?
Sie öffnen Ihre eigene Seite am Handy, und es dauert. Erst weiß, dann ein halbes Bild, dann springt der Text. Fast immer stecken dieselben wenigen Ursachen dahinter. Die gute Nachricht: Die meisten davon lassen sich finden, und viele lassen sich beheben.
Die häufigsten Ursachen
Zu schwere Bilder. Ein Foto direkt vom Handy hat schnell mehrere Megabyte und ist viel breiter, als die Seite es je zeigt. Der Besucher lädt trotzdem die ganze Datei herunter, oft über mobile Daten. Das ist bei kleinen Betrieben die Ursache Nummer eins.
Zu viele Plugins und Skripte. Jede Erweiterung bringt eigenen Code mit, meist auf jeder Unterseite, auch dort, wo sie nichts tut. Ein Kontaktformular, ein Slider, ein Cookie-Tool, ein Galerie-Plugin: einzeln harmlos, zusammen schwer.
Page-Builder und Kauf-Themes. Sie sind gebaut, um alles zu können. Das heißt: viel Code für Funktionen, die Ihre Seite nie nutzt, und ein tief verschachtelter Aufbau, den das Handy erst mühsam berechnen muss.
Billiges oder überlastetes Hosting. Wenn sich Hunderte Websites einen Server teilen, wartet Ihr Besucher schon, bevor das erste Byte kommt. Daran ändert auch das beste Bild nichts.
Fremde Dienste. Chat-Fenster, Instagram-Feed, eingebettete Google-Karte, Tracking-Codes, Bewertungs-Widgets. Jeder davon lädt Code von einem anderen Server. In Österreich und Deutschland gilt dazu die DSGVO: Tracking braucht vorher die Zustimmung des Besuchers. Weniger ist hier doppelt besser.
Webschriften. Drei Schriftarten in je vier Stärken sind schnell eine Menge Dateien. Bis sie geladen sind, bleibt der Text manchmal unsichtbar.
Kein Caching. Ohne Zwischenspeicher baut der Server jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen, und der Browser lädt jedes Logo jedes Mal neu.
So lesen Sie das Ergebnis
Der große Wert von 0 bis 100 ist die Gesamtnote für das Tempo am Handy. Ab 90 ist er grün, von 50 bis 89 orange, darunter rot. Wichtiger als die Zahl sind die Zeiten darunter. „Hauptinhalt sichtbar“ sagt Ihnen, wann der Besucher wirklich etwas sieht. „Seite blockiert“ zeigt, wie lange das Handy auf Tippen nicht reagiert. „Verrutschendes Layout“ misst, wie sehr Inhalte beim Laden springen.
Die Liste „Was Ihre Seite bremst“ ist nach möglicher Ersparnis sortiert. Fangen Sie oben an. Wenn dort Bilder stehen, haben Sie Glück: Das ist meist am leichtesten zu lösen.
Was Sie heute selbst tun können
Bilder verkleinern. Bringen Sie Fotos vor dem Hochladen auf die Breite, in der sie angezeigt werden, und speichern Sie sie als WebP. Kostenlose Werkzeuge dafür gibt es online. Für eine Tischlerei in Graz mit einer großen Referenzgalerie kann das allein viel ausmachen.
Aufräumen. Löschen Sie Plugins, die Sie nicht mehr nutzen, und fragen Sie bei jedem Widget, ob es wirklich Kunden bringt. Ein Instagram-Feed auf der Startseite einer Pension im Salzkammergut sieht nett aus, kostet aber Tempo. Ein Link zum Profil tut es oft auch.
Slider ersetzen. Ein gutes Foto mit klarer Überschrift sagt dasselbe wie fünf wechselnde Bilder und lädt viel schneller.
Caching einschalten. Bei WordPress gibt es dafür ein Plugin, bei vielen Hostern einen Schalter im Kundenbereich.
Fremde Einbindungen erst beim Klick laden. Ein Friseursalon in Regensburg braucht das Buchungs-Widget auf der Terminseite, nicht auf jeder Unterseite. Dasselbe gilt für Google Maps: Ein Bild der Karte mit Link lädt sofort, die echte Karte erst, wenn jemand sie wirklich braucht. Danach testen Sie hier noch einmal und vergleichen die Werte.
Wann es einen Entwickler braucht
Wenn der Server selbst langsam antwortet, hilft nur besseres Hosting. Wenn ein Theme oder Page-Builder die Liste dominiert, ist Aufräumen am Rand nur Kosmetik. Und wenn „Seite blockiert“ hoch ist, steckt meist zu viel JavaScript dahinter, das man nicht einfach löschen kann, ohne etwas kaputt zu machen.
Dann gibt es zwei ehrliche Wege: die bestehende Seite gezielt schneller machen lassen, oder neu bauen, wenn das Fundament zu schwer ist. Was beides kostet, steht auf meiner Preisseite. Ich sage Ihnen vorher, welcher Weg sich für Sie lohnt.
Warum Tempo am Handy zählt
Ihre Kunden suchen unterwegs: in der Mittagspause in Linz, im Zug nach München, im Auto vor dem Termin. Mobiles Netz ist langsamer und schwankt. Was am Büro-PC flott wirkt, kann am Handy zäh sein. Wer zu lange wartet, tippt auf Zurück und ruft den Nächsten in der Liste an.
Google bewertet die Seiten deshalb auch nach dem Tempo am Handy, über die sogenannten Core Web Vitals. Das ist ein Signal unter vielen, kein Platz-1-Knopf. Aber bei zwei sonst ähnlichen Seiten hat die schnellere einen Vorteil, und sie verliert unterwegs keine Besucher.
Ehrlich gesagt: Der Wert schwankt
Testen Sie dieselbe Seite zweimal, bekommen Sie oft zwei leicht unterschiedliche Werte. Google misst über echte Netze und Server, und die sind nicht jede Minute gleich schnell. Ein paar Punkte nach oben oder unten sind normal. Entscheidend ist, ob Ihre Seite dauerhaft im grünen Bereich liegt oder dauerhaft im roten. Testen Sie deshalb lieber zwei-, dreimal und schauen Sie auf die Richtung, nicht auf den einzelnen Punkt.